Tipps und Tricks zum Verkauf auf eBay Kleinanzeigen

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Wer kennt das nicht…. Das „Ding“ musste unbedingt gekauft werden, sofort, egal zu welchen Lieferkosten, nur um dann, einmal benutzt, im Schrank zu vergammeln. Egal ob Kleidung, Sportgerät, Mediengerät o.ä. – wir haben alle so etwas im Schrank liegen.
Oder aber Dinge, die einfach ihren Dienst getan haben und nun nicht mehr gebraucht werden – zum Wegwerfen viel zu schade. Alle Eltern werden dies kennen. Der Autositz, das Kinderbett, der Stubenwagen, der Schneeanzug der Kleinen – alles zu klein geworden und längst durch etwas Größeres ersetzt.
Verkaufen wäre eine Option, aber der Gedanke an Flohmärkte oder frustrierende eBay Auktionen dann doch eher abschreckend. Hier lohnt es sich, sich einmal bei eBay Kleinanzeigen umzusehen (www.ebay-kleinanzeigen.de ). Mit dem Slogan „Kostenlos. Einfach. Lokal“ wirbt dieses Portal und genauso ist es auch.

Verkaufen auf eBay Kleinanzeigen

Der Grundgedanke der Website ist, dass die Waren lokal ver- und gekauft und meist vor Ort abgeholt werden (im Gegensatz zu eBay.de, wo der lokale Gedanke keine Rolle spielt). Daher gibt es die Möglichkeit bei der Suche nach einem Produkt, einen Ort/eine Postleitzahl einzugeben und den Umkreis einzugrenzen. So erhält man z.B. ein lokales Ergebnis von eBay Kleinanzeigen München.
Sobald man sich registriert hat kann es los gehen. Um eine Anzeige zu erstellen ist nicht viel nötig. Eine Beschreibung des Artikels, die Angabe des Preises und ein paar Fotos. Geht ganz schnell und ist ganz einfach. Allerdings kann man, wenn man ein paar Punkte beachtet, durch diese Informationen den Erfolg der Anzeige stark beeinflussen.

Beschreibung des Artikels

Hier lohnt es sich lieber zu viele als zu wenige Informationen in die Anzeige hineinzupacken. Für die Käufer ist es gerade bei gebrauchten Artikeln wichtig etwas über den Zustand des Produktes zu erfahren (z.B. wie neu, mit Gebrauchsspuren, leichte Kratzer, etc.). Ausserdem kann es hier immer praktisch sein, Produktinformationen des Herstellers (z.B. von der Hersteller Website oder Amazon) einzufügen (Abmessungen, Material, Lieferumfang etc.).
Während der Lebensdauer einer Anzeige können immer Nachfragen kommen, welche man dann nutzen kann, um die Artikelbeschreibung noch zu verfeinern (wenn z.B. ein Interessent nach der Taillenweite eines Rockes fragt, oder ob ein Autositz Peeling aufweist) und diese Informationen proaktiv einzufügen. So können auch weitere Nachfragen vermieden werden.
Denkt auch daran bei der Beschreibung etwas zu variieren, um verschiedene Keywords, nach denen potentielle Käufer suchen, abzudecken. Du verkaufst vielleicht einen Kinder Winteroverall, andere suchen aber einen Schneeanzug – ein und dasselbe und trotzdem nicht gefunden.



Verkaufspreis

Den Preis anzusetzen bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Wieviel ist einem der Artikel wert, wieviel Verlust im Verhältnis zum Neupreis kann hingenommen werden, welcher Preis ist in Anbetracht des Zustandes des Produktes gerechtfertigt? Bei Artikeln, die ausgiebig gebraucht wurden, ein paar Jahre alt sind, sich aber in sehr gutem Zustand befinden, starte ich immer mit ca. 50 % des Neupreises. Meiner Erfahrung nach liegt dort auch ungefähr die Grenze, wo Leute den Vorteil gegenüber des Kaufs eines neuen, ungebrauchten Produktes als groß genug empfinden.
In den meisten Fällen gehen meine Produkte für diesen Preis weg. Wenn ich nach einiger Zeit merke, dass das Interesse zu gering ist, gehe ich manchmal nach und nach ein wenig mit dem Preis runter, um zu sehen ob das der Knackpunkt ist.
Neben der Angabe eines Verkaufspreises (Festpreis oder Verhandlungsbasis) gibt es auch die Möglichkeit Artikel zu verschenken. Auf den ersten Blick nicht gerade die eleganteste Weise um Geld zu machen – allerdings manchmal eine gute Möglichkeit um Geld zu sparen. Habt ihr etwas, was gegen Geld nicht mehr weggeht, ihr es also eigentlich wegwerfen würdet, so überlegt welche Kosten für die Entsorgung anfallen könnten (z.B. bei einem Kühlschrank oder Fernseher ). Wenn man diese Gegenstände selbst entsorgt fallen Arbeitszeit und Benzinkosten an, um diese zu einem Wertstoffhof zu bringen. Ruft man den Sperrmüll, so muss dieser bezahlt werden und es dauert Wochen, bis dieser kommt. Also, warum nicht gleich unkompliziert auf eBay Kleinanzeigen verschenken, es zu Hause abholen lassen und noch jemandem damit eine große Freude machen?
Manchmal erscheint der Aufwand eines Verkaufes über eBay Kleinanzeigen (Email Kontakte, Terminvereinbarung, Übergabe) zu hoch im Verhältnis zum Preis des Artikels, z.B. wenn es sich um Artikel handelt, die günstiger als 10 Euro sind. Hier lohnt es sich manchmal an „Paketverkäufe“ zu denken. z.B. habe ich schon eine große Tüte mit Umstandsmoden verkauft, sowie ein 20-teiliges Babyspielzeug-Paket.

Fotos

Die Fotos der Anzeige sind der einzige Anhaltspunkt den potentielle Käufer haben, um sich ein Bild von der Qualität der Ware zu machen. Daher ist es wichtig, aussagungsreiche und bestenfalls zahlreiche Bilder zur Verfügung zu stellen. Manchmal war ich zu faul, um Fotos zu schießen und habe Fotos des Produktes im Neuzustand (heruntergeladen bei Onlineshops) hochgeladen. Das hat nie funktioniert. Natürlich nicht, da die Leute ungern die Katze im Sack kaufen. Daher immer schön losknipsen. Versucht die Produkte vor einem neutralen Hintergrund (weiße Wand/ Tür) und ohne ablenkende andere Gegenstände zu fotografieren. Es muß ja nicht immer die ganze Wohnung oder im Zweifel noch Tante Erna im Hintergrund zu sehen sein.

Versand

Selbst bei eBay Kleinanzeigen melden sich nicht zur lokale Interessenten, die als Selbstabholer direkt vorbeikommen. Wenn der Postversand der Ware eine Möglichkeit für dich ist, dann schreibe dies doch gleich in die Anzeige mit rein, oder schließe es aus. Im Idealfall können direkt die Kosten für den Versand angegeben werden.
Häufig wird man von Käufern kontaktiert, die z.B. bei einem angegebenen Verkaufspreis von 20 Euro anbieten „Ich kaufe den Artikel für 20 Euro inkl. Versand.“. Es ist wichtig, die Verpackungs- und Versandkosten durchzurechnen, bevor man bei soetwas zusagt. Benötigt man z.B. ein DHL Packset der Größe M und verschickt es als Päckchen, so kostet dies insgesamt schon ca. 6,50 Euro.
Eine günstige Variante ist hier die Warensendung, falls es sich um ein kleines, leichtes Produkt handelt (sehr gut zu verwenden z.B. bei kleineren Kleidungsstücken). Hier kann man unter anderem Luftposterumschläge verwenden, welche allerdings nicht verschlossen werden dürfen, ausser mit Klammern. Dann kostet der Versand lediglich 0,90-2,35 Euro, je nach Größe.
Verschickt man Waren mit relativ hohem Verkaufswert, so sollte auf das Paket zurückgegriffen werden (6,99 Euro). Hier erhält man eine Sendungsverfolgungsnummer, so dass Versand, sowie Erhalt belegt und einzusehen sind.
Wichtig beim Versand: Verschickt nichts, bevor nicht das Geld bei Euch auf dem Konto ist! So habt ihr nie das Problem einem Käufer hinterherzulaufen, der nicht bezahlt.

Anzeige „hochschieben“

Je älter eine Anzeige ist, desto weiter rutscht sie in der Suchergebnis-Liste nach unten. eBay bietet an, diese hochzuschieben oder sogar zur Top-Anzeige zu machen. Natürlich gegen Geld (1,95/ 1 Tag, 5,95/ 7 Tage, etc.). Kostengünstiger ist es da, nach einer Weile einfach eine neue Anzeige zu erstellen, den alten Anzeigentext schnell rüberzukopieren, Fotos nochmal hochladen und fertig. Top-Anzeige, ganz umsonst!
Im Zuge dessen können verschiedene Komponenten vielleicht noch leicht abgeändert werden. Ist ein Artikel ein Ladenhüter, so lohnt es sich manchmal einfach mal neue Fotos auszuprobieren, den Text etwas zu ändern, andere Keywords im Anzeigentitel zu verwenden etc. Häufig habe ich Artikel, die wochenlang nicht weggingen, nach kleinen Änderungen in der Anzeige und einer erneuten Freischaltung prompt verkauft.

Zusammenfassung

1. Beschreibt den Zustand der Ware möglichst genau – gibt es Abnutzungsspuren, Peeling am Stoff, ist er „wie neu“, etc.
2. Verwendet verfügbare Herstellerinfos (z.B. aus dem Internet), um das Produkt möglichst genau zu beschreiben (und ständige Rückfragen zu vermeiden)
3. Wenn ihr Anfragen erhaltet, antwortet diese umgehend – viele Interessenten fragen verschiedene Anbieter parallel an und werden schnell fündig
4. Ermittelt einen realistischen Preis (bei gebrauchten, gut erhaltenen Waren, z.B. 50 % des Kaufpreises)
5. Erstellt aussagungsreiche Fotos, gerne zahlreich
6. Denkt daran, dass auch Verschenken manchmal Geld sparen kann – z. B. Entsorgungs-/ Entrümplungskosten
7. Rechnet gut durch, was Verpackung und Versand kosten würden, wenn ein Käufer „xyz Euro inkl. Versand“ anbietet
8. Wenn möglich, nutzt die „Warensendung“ Option wenn keine Selbstabholung erfolgt
9. Verschickt keine Ware vor Zahlungseingang
10. Wenn eure Anzeige 1-2 Wochen alt ist – erstellt einfach schnell eine neue, indem ihr den Text kopiert, anstatt sie gegen Geld „hochzuschieben“

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